Was passiert, wenn plötzlich der Strom ausfällt, ein Unwetter die Versorgung beeinträchtigt oder man für einige Tage nicht wie gewohnt einkaufen kann?
Solche Situationen sind glücklicherweise selten. Trotzdem ist es sinnvoll für einige Tage vorzusorgen. Das
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, dass sich jeder Haushalt möglichst zehn Tage selbst versorgen kann. Dabei gilt aber auch, bereits ein Vorrat für drei Tage ist eine gute Grundlage und kann Schritt für Schritt erweitert werden.
Dabei geht es nicht darum, einen Keller voller Lebensmittel anzulegen. Vielmehr sollte man die Dinge zu Hause haben, die man im Alltag ohnehin benötigt – nur eben in ausreichender Menge und möglichst mit langer Haltbarkeit.
Wasser – das Wichtigste zuerst
Trinkwasser gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Notfallvorsorge. Das BBK nennt als Orientierung zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag.
Bei einem Haushalt mit vier Personen wären das beispielsweise für drei Tage bereits 24 Liter Trinkwasser. Auch an Haustiere sollte gedacht werden.
Lebensmittel – einfach und haltbar
Für den Notvorrat eignen sich Lebensmittel, die möglichst lange haltbar sind und nicht zwingend im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen.
Zum Beispiel:
• Konserven und Fertiggerichte
• Nudeln, Reis und Kartoffeln
• Brot oder Knäckebrot
• Haferflocken und Müsli
• Hülsenfrüchte
• haltbare Milch oder pflanzliche Alternativen
• Nüsse
• Obst- und Gemüsekonserven
• haltbare Säfte
• persönliche Lieblingslebensmittel
Es sollten Lebensmittel berücksichtigt werden, die ohne Kochen verzehrt werden können oder nur eine kurze Zubereitungszeit benötigen. Auch Allergien, besondere Ernährungsformen sowie die Bedürfnisse von Kindern und Haustieren sollten berücksichtigt werden.
Ein guter Tipp: Nicht extra Lebensmittel kaufen, die man sonst nie isst. Besser ist es, den normalen Vorrat etwas größer zu halten und regelmäßig zu verbrauchen und wieder aufzufüllen.
Wenn plötzlich der Strom ausfällt
Bei einem Stromausfall funktionieren viele alltägliche Dinge nicht mehr. Licht, Herd, Heizung, Internet oder elektrische Geräte können ausfallen, deshalb denke Sie an:
• Taschenlampe und Ersatzbatterien
• Kerzen und Feuerzeug
• batteriebetriebenes oder Kurbelradio
• aufgeladene Powerbank
• warme Kleidung und Decken
• eine alternative Möglichkeit zur Zubereitung von Speisen
Bei der persönlichen Notfallvorsorge sollten auch Familienmitglieder mit besonderen Bedürfnissen und Haustiere berücksichtigt werden.
Denken Sie beispielsweise an:
• Tierfutter und Wasser
• benötigte Medikamente
• Babynahrung und Windeln
• besondere Lebensmittel bei Unverträglichkeiten
• wichtige persönliche Hilfsmittel
Im Notfall informiert bleiben
Eine gute Vorsorge bedeutet nicht nur, Lebensmittel und Wasser zu Hause zu haben. Ebenso wichtig ist es, im Ernstfall zuverlässige Informationen zu erhalten.
Das BBK empfiehlt unter anderem ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio, eine Warn-App wie NINA, eine aufgeladene Powerbank und eine Liste wichtiger Telefonnummern auf Papier.
Vorsorge bedeutet Selbsthilfe
Als Feuerwehr erleben wir immer wieder, dass Hilfe nicht in jeder Situation sofort überall gleichzeitig sein kann. Bei größeren Schadenslagen können Einsatzkräfte gebunden sein und es kann länger dauern, bis Hilfe bei jedem Einzelnen eintrifft. Das bedeutet nicht, dass man im Notfall auf sich allein gestellt ist.
Es bedeutet vielmehr: Wer selbst ein wenig vorsorgt, kann eine schwierige Situation für sich und seine Familie deutlich besser überbrücken.
Notfallvorsorge ist deshalb keine Panikmache, sondern ein Stück Eigenverantwortung.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Kirchseeon Markt