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Markt Kirchseeon  |  E-Mail: info@kirchseeon.de  |  Online: http://www.kirchseeon.de

 

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Letzte Änderung:
15.02.2018

Markt Kirchseeon

Rathausstraße 1
85614 Kirchseeon
Tel.: 08091 552-0
Fax: 08091 552-18
E-Mail: info@kirchseeon.de


Öffnungszeiten:

Mo. 8:00 - 12:00
Die. 8:00 - 12:00 14:00 - 16:00
Mi. 8:00 - 12:00
Do. 8:00 - 12:00 14:00 - 18:00
Fr. 8:00 - 12:00
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Jugendschöffen gesucht

Wappen LRA EBE

 

 

 

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt.

 

 

 

 

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt. Gesucht werden im Landkreis Ebersberg insgesamt 20 Frauen und 20 Männer, die am Amtsgericht Ebersberg und Landgericht München als Vertreter des Volkes als Jugendschöffen an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

 

Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Ebersberg schlägt doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsjugendschöffen.

 

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die in einer Gemeinde des Landkreises Ebersberg wohnen und am 1.1.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Erfahrungen in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen sind ein weiteres Kriterium, das Bewerber/innen erfüllen müssen. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Ausgeschlossen sind ebenfalls Personen, die in Vermögensverfall geraten sind. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

 

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d.h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Schöffen in Jugendstrafsachen sollen in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.

 

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

 

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben.

 

Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

 

Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen können ihre Bewerbung bis zum 13.04.2018 beim Kreisjugendamt Ebersberg, Tel.:08093 / 823 319 (Herrn Wacht) einreichen.

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